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Geschichte

Die Weingüter am Mittelrhein haben ihre ganz eigene Geschichte, insbesondere die familiengeführten Betriebe wie das Weingut Goswin Lambrich. Wie die meisten anderen Weingüter in der Region war auch dieses zunächst ein landwirtschaftlicher Mischbetrieb mit Weinanbau auf ca. 0,80ha im Nebenerwerb über viele Generationen hinweg.

Gerhard Lambrich übernahm zusammen mit seiner Frau Marita Mitte der siebziger Jahre den Betrieb von seinem Vater Goswin Lambrich, der Namensgeber des heutigen Weinguts. Durch Lehrgänge und viel praktische Erfahrung eignete sich der gelernter Landwirt und Landwirtschaftsmeister Gerhard Lambrich sein Wissen und Können über den Weinanbau an und mit der Übernahme des Betriebs begann er diesen umzustrukturieren. Er gründete das Weingut ganz offiziell 1975 und stellte auf die Flaschenweinvermarktung um.

Innerhalb von zehn Jahren machte Gerhard Lambrich seinen Beruf „Landwirtschaft“ zum Hobby und sein Hobby „Weinanbau“ zum Beruf. Er baute ein Kellergebäude mit angeschlossenem Gutsausschank, das Mitte der achtziger Jahre eröffnet wurde, stockte die Fläche der Weinberge  auf 4,5ha auf und gab schließlich Ende der achtziger Jahre die Landwirtschaft komplett auf, um sich auf den Weinanbau zu fokussieren.

Der Riesling ist typisch für die Region und die verbreiteste Rebsorte am Mittelrhein. Aber auch der Spätburgunder hat Tradition in Oberwesel, denn der Ort war bis zum Mittelalter eigentlich eine Rotweinstadt und für seine Rotweine über die Landesgrenzen hinaus bekannt. So beschloss Gerhard Lambrich die Tradition wieder aufleben zu lassen und neben dem Riesling auch den Spätburgunder anzupflanzen. Zudem ließ er ein eigenes Flaschenetikett entwerfen, das bis heute in seinen Grundzügen Bestand hat. Lediglich kleine Änderungen und Modernisierungen wurden am Etikett im Laufe der Jahre vorgenommen.

Der Zahn der Zeit nagte auch am Weingut. Modernisierungsmaßnahmen mussten Ende der neunziger Jahre getroffen und die Kellertechnik auf Edelstahltanks mit integrierter Kühlung umgestellt werden. Mit Einzug der modernen Technik veränderten sich auch die Rieslinge des Weinguts zu ihrem Vorteil: die Weine wurden nun sehr fruchtbetont, rassig und elegant!

SUB Gewölbe_06Zwanzig Jahre nach dem Bau des ersten Kellergebäudes wurde dieser zu klein und es musste ein neuer Keller her. Er entstand direkt neben dem alten Kellergebäude. Im Zuge der Erweiterung wurde auch der Gutsausschank vergrößert. Es entstanden die Gasträume: „Die Weinstube“, der Gastraum aus dem ersten Bauabschnitt, „die Scheune“ und die „Galerie“, die 2005 neu eröffnet wurden. Darüber hinaus wurde ein Weingarten im mediterranen Stil angelegt.

2012 wurde der Kreuzgewölbekeller endlich fertiggestellt, der zwar schon 2004 mit angelegt wurde, aber bisher im Rohbau geblieben war. Der Kreuzgewölbekeller wird nun für Weinproben und Veranstaltungen genutzt.

Ein familiengeführter Betrieb lebt von der Familie. So war auch die Familienplanung und Familiengründung ein Thema bei Gerhard und Marita Lambrich. 1976 wurden die Zwillinge Christiane und Stephanie geboren, 1989 kam Sohn Matthias Goswin auf die Welt und 1993 das Nesthäkchen Catharina. Tochter Christiane begann eine Ausbildung zur Winzerin auf dem Weingut Reichsgraf von Kesselstatt an der Mosel, wechselte im zweiten Lehrjahr zum Weingut Carl Adelseck an die Nahe und machte 1996 ihren Gesellenbrief. Im Anschluss erlangte sie das Fachabitur an der Weinbauschule in Kreuznach und begann 1997 das Studium zum Diplomingenieur Weinbau und Oenologie in Geisenheim. 2002 schloss sie das Studium ab und stieg noch im gleichen Jahr in das elterliche Weingut ein.

Ihre Zwillingsschwester Stephanie ließ sich auf Burghotel Schloss Schönburg zur Hotelfachfrau ausbilden, erlangte im Anschluss das Fachabitur in Bingen und folgte anschließend Ihrer Zwillingsschwester nach Geisenheim wo sie  das Studium zum Diplomingenieur Getränketechnologie absolvierte. Dort lernte Stephanie ihren Mann Marcus Hofmeister kennen, mit dem sie heute in Stuttgart-Fellbach gemeinsam dieDestillerie & Genussmanufaktur „Rieger & Hofmeister“ und die Weinstube „Moiakäfer“ führt.

Matthias begann 2006 eine Lehre zum Koch im Best Western Premier Bellevue Rheinhotel in Boppard, sammelte einige Berufserfahrung im Hotel Bareiss in Baiersbronn, absolvierte eine zweite Ausbildung als staatlich geprüfter Betriebswirt für Hotelmanagement und studiert seit Oktober 2013 „Internationale Weinwirtschaft“ an der Hochschule in Geisenheim. Die Jüngste der vier Kinder, Catharina, hat nach der Schule eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Burghotel Schloss Schönburg in Oberwesel abgeschlossen. Weinbau, Gastronomie und Hotellerie liegen den Lambrichs also definitiv im Blut!